Der Stahl, den ich am häufigsten verwende, ist kalt- oder warmgewalzter 51CrV4. Für Damastklingen hat sich C60-Stahl als ideal erwiesen. Die Stahlbearbeitung variiert je nachdem, ob die Klinge zum Fechten oder für Testschnitte gedacht ist. Und hier und da kommt noch Torsionsdamast zum Einsatz – es ist fast schon eine Wissenschaft, glauben Sie mir! Ungeachtet meiner persönlichen Vorlieben ist mein wichtigstes Prinzip jedoch, Materialien und Komponenten erst nach Rücksprache mit meinen Kunden und dem Verständnis ihrer Bedürfnisse auszuwählen. Trotz meines Wissens und meiner langjährigen Erfahrung bleibt Feedback für mich die oberste Priorität.
Neben dem Messerschmieden bin ich auch ein leidenschaftlicher Leser. Kaum eine Geschichtsmesse vergeht, ohne dass ich ein neues Buch oder einen alten, vergriffenen Schatz über Waffen aus verschiedenen Epochen entdecke. Das Streben nach Wissen hört nie auf, warum sollte ich es also tun?
Erst in den letzten Jahren ist mir bewusst geworden, wie viele verschiedene Schwerttypen ich nach den Vorstellungen und Wünschen meiner geschätzten Kunden gefertigt habe und dabei wertvolle Erkenntnisse gewonnen habe. Inspiriert von verschiedenen Epochen, Fechttraditionen, Körpertypen, archäologischen Funden und historischen Beschreibungen, strebe ich danach, jedes Projekt in einem Meisterwerk zu gipfeln, das seines Besitzers würdig ist. Ich gebe gerne zu, dass ich gelegentlich Wünsche nicht erfüllen kann, doch solche Fälle sind selten.